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Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

Print-Hub.com Print-on-Demand Fulfillment & API-Integration Stand: Februar 2026 Accelery Dienstleistungsgesellschaft mbH – Hohe Bleichen 8 – 20354 Hamburg § 1 Geltungsbereich und Vertragsgegenstand (1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB") gelten für alle Geschäftsbeziehungen zwischen dem Betreiber von Print-Hub.com (nachfolgend „Auftragnehmer") und dem Auftraggeber (nachfolgend „Kunde") im Bereich Print-on-Demand-Fulfillment-Dienstleistungen und API-Integration. (2) Die Leistungen des Auftragnehmers richten sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Der Kunde bestätigt mit Vertragsschluss, dass er ausschließlich zu gewerblichen oder selbstständigen beruflichen Zwecken handelt. (3) Gegenstand dieser AGB sind insbesondere folgende Dienstleistungen: a) Print-on-Demand-Produktion und Fulfillment personalisierter Produkte im Auftrag des Kunden; b) Bereitstellung und Anbindung einer API-Schnittstelle zur automatisierten Auftragsübermittlung; c) Lagerhaltung, Verpackung und Versand der produzierten Ware an die vom Kunden bezeichneten Endempfänger; d) Weitere individuell vereinbarte Zusatzleistungen. (4) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Auftragnehmer stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu. Dies gilt auch, wenn der Auftragnehmer in Kenntnis entgegenstehender AGB des Kunden Leistungen vorbehaltlos erbringt. (5) Individuelle Vereinbarungen, die mit dem Kunden im Einzelfall getroffen werden, haben in jedem Fall Vorrang vor diesen AGB. Für den Inhalt derartiger Vereinbarungen ist ein schriftlicher Vertrag bzw. eine schriftliche Bestätigung des Auftragnehmers maßgebend. § 2 Vertragsschluss und Registrierung (1) Die Darstellung der Dienstleistungen auf Print-Hub.com stellt kein rechtlich bindendes Angebot, sondern eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots (invitatio ad offerendum) dar. (2) Der Vertrag über die Nutzung der Print-Hub.com-Plattform kommt durch Registrierung des Kunden und Freischaltung des Kundenkontos durch den Auftragnehmer zustande. Der Auftragnehmer behält sich das Recht vor, Registrierungen ohne Angabe von Gründen abzulehnen. (3) Einzelne Produktionsaufträge kommen jeweils durch Übermittlung eines Auftrags über die Plattform oder API und dessen Annahme durch den Auftragnehmer zustande. Die Annahme kann durch ausdrückliche Bestätigung oder durch Aufnahme der Produktion erfolgen. (4) Der Kunde ist verpflichtet, bei der Registrierung wahrheitsgemäße und vollständige Angaben zu machen. Änderungen der Stammdaten sind dem Auftragnehmer unverzüglich mitzuteilen. Der Kunde stellt sicher, dass die bei der Registrierung angegebene E-Mail-Adresse aktuell ist. (5) Der Kunde ist für die Geheimhaltung seiner Zugangsdaten allein verantwortlich. Jede Handlung, die unter dem Kundenkonto vorgenommen wird, gilt als vom Kunden autorisiert, es sei denn, der Kunde hat den Auftragnehmer unverzüglich über einen Missbrauch informiert. § 3 Leistungsbeschreibung 3.1 Print-on-Demand-Fulfillment (1) Der Auftragnehmer produziert personalisierte Produkte nach den Vorgaben und Druckdaten des Kunden im Print-on-Demand-Verfahren. Die Produktion erfolgt erst nach Eingang eines konkreten Auftrags. (2) Der Auftragnehmer verpackt und versendet die produzierten Produkte im Namen und auf Rechnung des Kunden an die vom Kunden benannten Endempfänger (Dropshipping/Fulfillment). Auf Wunsch erfolgt der Versand unter der Marke des Kunden (White-Label). (3) Der Auftragnehmer bemüht sich um eine schnellstmögliche Auftragsabwicklung. Die Regelproduktionszeit beträgt, sofern nicht anders vereinbart, 1–3 Werktage nach Auftragseingang. Saisonale Spitzenzeiten können zu verlängerten Produktionszeiten führen, über die der Auftragnehmer rechtzeitig informiert. (4) Der Auftragnehmer wählt den Versanddienstleister nach eigenem Ermessen, sofern nicht individuell anders vereinbart. Die Versandkosten ergeben sich aus der jeweils aktuellen Preisliste. 3.2 API-Integration (1) Der Auftragnehmer stellt dem Kunden eine API-Schnittstelle zur Verfügung, über die Aufträge automatisiert übermittelt, Produktdaten abgerufen und der Auftragsstatus verfolgt werden können. (2) Die technische Dokumentation der API wird dem Kunden in elektronischer Form zur Verfügung gestellt. Der Kunde ist selbst für die ordnungsgemäße Implementierung und Nutzung der API in seinen Systemen verantwortlich. (3) Der Auftragnehmer behält sich das Recht vor, die API weiterzuentwickeln und Änderungen vorzunehmen. Wesentliche Änderungen werden dem Kunden mit angemessener Vorlaufzeit angekündigt. Der Auftragnehmer ist bestrebt, die Abwärtskompatibilität zu wahren, kann dies jedoch nicht garantieren. (4) Der Auftragnehmer gewährleistet eine API-Verfügbarkeit von 98,5 % im Jahresmittel, gemessen an den Betriebsstunden. Geplante Wartungsarbeiten sowie Ausfälle durch höhere Gewalt bleiben hierbei unberücksichtigt. (5) Der Zugriff auf die API erfolgt über individuelle API-Schlüssel, die dem Kunden zugewiesen werden. Der Kunde ist verpflichtet, seine API-Schlüssel vertraulich zu behandeln und Missbrauch unverzüglich zu melden. § 4 Pflichten des Kunden (1) Der Kunde ist für die Bereitstellung sämtlicher für die Auftragsausführung erforderlichen Daten, Druckvorlagen und Informationen verantwortlich. Insbesondere hat der Kunde sicherzustellen, dass: a) Druckdaten den vom Auftragnehmer kommunizierten technischen Spezifikationen entsprechen (Auflösung, Farbprofil, Dateiformat, Beschnittzugabe); b) Alle übermittelten Daten frei von Rechten Dritter sind oder der Kunde die erforderlichen Nutzungsrechte besitzt; c) Die Inhalte nicht gegen geltendes Recht verstoßen, insbesondere nicht gegen Urheber-, Marken-, Wettbewerbs-, Persönlichkeits- oder Strafrecht; d) Lieferadressen vollständig und korrekt angegeben werden. (2) Der Kunde stellt den Auftragnehmer von sämtlichen Ansprüchen Dritter frei, die aus einer Verletzung der in Abs. 1 genannten Pflichten resultieren. Dies umfasst auch die Kosten einer angemessenen Rechtsverteidigung. (3) Der Auftragnehmer ist berechtigt, aber nicht verpflichtet, die vom Kunden übermittelten Inhalte auf Rechtsverstöße zu prüfen. Der Auftragnehmer ist berechtigt, die Ausführung von Aufträgen abzulehnen, wenn begründete Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Inhalte bestehen. (4) Der Kunde ist verpflichtet, die API ausschließlich bestimmungsgemäß zu nutzen. Insbesondere ist es untersagt, die API durch übermäßige Anfragen zu belasten (Rate-Limiting gemäß technischer Dokumentation), die Sicherheitsmaßnahmen des Auftragnehmers zu umgehen oder die API für Zwecke zu nutzen, die nicht im Zusammenhang mit dem Vertragsverhältnis stehen. § 5 Preise und Zahlungsbedingungen (1) Es gelten die zum Zeitpunkt der jeweiligen Auftragserteilung gültigen Preise gemäß der aktuellen Preisliste des Auftragnehmers. Alle Preise verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer. (2) Der Auftragnehmer behält sich das Recht vor, Preise mit einer Ankündigungsfrist von mindestens 30 Tagen anzupassen. Bereits erteilte Aufträge bleiben von Preisänderungen unberührt. (3) Die Abrechnung erfolgt, sofern nicht anders vereinbart, im Wege der monatlichen Sammelrechnung. Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsdatum ohne Abzug zur Zahlung fällig. (4) Alternativ kann der Auftragnehmer Vorauszahlung oder die Einrichtung eines Guthabenkontos (Prepaid) verlangen. In diesem Fall werden Aufträge erst nach Eingang der Zahlung bzw. bei ausreichendem Guthaben ausgeführt. (5) Bei Zahlungsverzug ist der Auftragnehmer berechtigt, Verzugszinsen in Höhe von 9 Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszinssatz gemäß § 288 Abs. 2 BGB zu verlangen. Die Geltendmachung eines weitergehenden Verzugsschadens bleibt vorbehalten. (6) Der Auftragnehmer ist berechtigt, bei Zahlungsverzug des Kunden die Annahme und Bearbeitung weiterer Aufträge bis zum vollständigen Ausgleich der offenen Forderungen zurückzuhalten. (7) Dem Kunden steht ein Recht zur Aufrechnung nur zu, wenn seine Gegenansprüche rechtskräftig festgestellt, unbestritten oder vom Auftragnehmer anerkannt sind. Ein Zurückbehaltungsrecht kann der Kunde nur ausüben, soweit sein Gegenanspruch auf demselben Vertragsverhältnis beruht. § 6 Versand und Gefahrenübergang (1) Die Gefahr des zufälligen Untergangs und der zufälligen Verschlechterung der Ware geht auf den Kunden über, sobald die Ware dem Versanddienstleister übergeben wird (Versendungskauf gemäß § 447 BGB). (2) Versendet der Auftragnehmer die Ware an einen vom Kunden bezeichneten Endempfänger, so ist der Versand an den Endempfänger maßgeblich für den Gefahrenübergang gegenüber dem Kunden. (3) Sendeverfolgungsinformationen werden dem Kunden, soweit verfügbar, über die Plattform oder API bereitgestellt. (4) Kommt der Kunde in Annahmeverzug oder verletzt er sonstige Mitwirkungspflichten, ist der Auftragnehmer berechtigt, den hieraus entstehenden Schaden einschließlich etwaiger Mehraufwendungen zu verlangen. Weitergehende Ansprüche bleiben vorbehalten. § 7 Mängelhaftung und Reklamation (1) Druckerzeugnisse unterliegen produktionstechnisch bedingten Toleranzen. Geringfügige Abweichungen in Farbe, Größe, Material oder Positionierung gegenüber den Druckdaten des Kunden stellen keinen Mangel dar, sofern sie sich im branchenüblichen Rahmen bewegen. (2) Der Kunde ist verpflichtet, die gelieferte Ware unverzüglich nach Erhalt (bzw. nach Zugang beim Endempfänger) zu prüfen und erkennbare Mängel innerhalb von 7 Werktagen schriftlich zu rügen. Versteckte Mängel sind unverzüglich nach Entdeckung, spätestens jedoch innerhalb der Verjährungsfrist, zu rügen. Bei Unterlassung rechtzeitiger Rüge gilt die Ware als genehmigt. (3) Bei berechtigten Reklamationen leistet der Auftragnehmer nach seiner Wahl Nachbesserung durch Neuproduktion, Ersatzlieferung oder Gutschrift. Ein Anspruch auf Minderung oder Rücktritt besteht erst nach Fehlschlagen der Nacherfuellung. (4) Reklamationen sind unter Angabe der Auftrags- bzw. Bestellnummer, einer Beschreibung des Mangels und aussagekräftiger Fotos über die dafür vorgesehenen Kanäle (Plattform, E-Mail) einzureichen. (5) Die Verjährungsfrist für Mängelansprüche beträgt ein Jahr ab Ablieferung der Ware. Dies gilt nicht für Schadensersatzansprüche aus der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit oder bei vorsätzlichem oder grob fahrlässigem Verhalten des Auftragnehmers. (6) Mängelansprüche bestehen nicht, wenn der Mangel auf fehlerhafte Druckdaten, ungeeignete Dateiformate oder unzureichende Auflösung der vom Kunden bereitgestellten Vorlagen zurückzuführen ist. § 8 Haftungsbeschränkung (1) Der Auftragnehmer haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer fahrlässigen oder vorsätzlichen Pflichtverletzung des Auftragnehmers, seiner gesetzlichen Vertreter oder Erfüllungsgehilfen beruhen. (2) Der Auftragnehmer haftet unbeschränkt für sonstige Schäden, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung des Auftragnehmers, seiner gesetzlichen Vertreter oder Erfüllungsgehilfen beruhen. (3) Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) ist die Haftung auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Vertragspartner regelmäßig vertraut und vertrauen darf. (4) Im Übrigen ist die Haftung des Auftragnehmers für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen. (5) Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz sowie aus einer übernommenen Garantie bleibt unberührt. (6) Der Auftragnehmer haftet nicht für Schäden, die durch höhere Gewalt, Streik, Aussperrung, behördliche Anordnungen, Pandemie, Energieversorgungsstörungen, Störungen des Internets oder sonstige vom Auftragnehmer nicht zu vertretende Umstände verursacht werden. (7) Soweit die Haftung des Auftragnehmers ausgeschlossen oder beschränkt ist, gilt dies auch für die persönliche Haftung seiner Angestellten, Arbeitnehmer, Mitarbeiter, Vertreter und Erfüllungsgehilfen. (8) Die summenmäßige Haftungsobergrenze für sämtliche Ansprüche aus dem jeweiligen Vertragsverhältnis in einem Kalenderjahr ist auf den Wert des Netto-Jahresumsatzes des Kunden mit dem Auftragnehmer im betreffenden Kalenderjahr begrenzt, maximal jedoch auf EUR 100.000,00. § 9 Geistiges Eigentum und Nutzungsrechte (1) Der Kunde räumt dem Auftragnehmer ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht an den übermittelten Druckdaten, Designs und sonstigen Inhalten ein, das auf den Zweck der Vertragserfüllung beschränkt ist. Dieses Nutzungsrecht umfasst insbesondere die Vervielfältigung im Rahmen der Produktion. (2) Der Auftragnehmer wird die ihm überlassenen Druckdaten und Designs nicht für eigene oder fremde Zwecke verwenden und diese vertraulich behandeln. (3) Sämtliche Rechte an der Plattform Print-Hub.com, der API, der technischen Infrastruktur, der Dokumentation und allen damit verbundenen Schutzrechten verbleiben beim Auftragnehmer. Dem Kunden wird lediglich ein einfaches, nicht übertragbares, widerrufliches Nutzungsrecht für die Dauer des Vertragsverhältnisses eingeräumt. (4) Der Kunde darf die API-Dokumentation und -Spezifikationen nicht an Dritte weitergeben, es sei denn, dies ist für die Integration in die Systeme des Kunden durch von ihm beauftragte Dienstleister erforderlich. In diesem Fall hat der Kunde sicherzustellen, dass der Dienstleister einer entsprechenden Vertraulichkeitsverpflichtung unterliegt. § 10 Datenschutz und Auftragsverarbeitung (1) Soweit der Auftragnehmer im Rahmen der Leistungserbringung personenbezogene Daten der Endkunden des Kunden verarbeitet (insbesondere Name, Adresse, Personalisierungsdaten), handelt er als Auftragsverarbeiter im Sinne von Art. 28 DSGVO. (2) Die Einzelheiten der Auftragsverarbeitung werden in einem gesonderten Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) gemäß Art. 28 Abs. 3 DSGVO geregelt. Der Abschluss eines AVV ist Voraussetzung für die Nutzung der Dienste des Auftragnehmers. (3) Der Kunde ist als Verantwortlicher im Sinne der DSGVO dafür verantwortlich, dass die Übermittlung personenbezogener Daten an den Auftragnehmer auf einer geeigneten Rechtsgrundlage beruht und die betroffenen Personen ordnungsgemäß informiert wurden. (4) Der Auftragnehmer verarbeitet personenbezogene Daten des Kunden (Stammdaten, Nutzungsdaten, Abrechnungsdaten) im Einklang mit seiner Datenschutzerklärung und den gesetzlichen Bestimmungen. § 11 Vertraulichkeit (1) Die Parteien verpflichten sich, alle im Rahmen der Geschäftsbeziehung erlangten vertraulichen Informationen der jeweils anderen Partei, insbesondere Geschäftsgeheimnisse, technische Informationen, Preiskonditionen, Kundendaten und Geschäftsprozesse, streng vertraulich zu behandeln und ausschließlich zum Zweck der Vertragsdurchführung zu verwenden. (2) Die Vertraulichkeitsverpflichtung gilt nicht für Informationen, die zum Zeitpunkt der Mitteilung bereits öffentlich bekannt waren, nachträglich ohne Verschulden der empfangenden Partei öffentlich bekannt werden, der empfangenden Partei bereits bekannt waren oder von Dritten ohne Verstoß gegen Vertraulichkeitspflichten erlangt wurden. (3) Die Vertraulichkeitsverpflichtung besteht auch nach Beendigung des Vertragsverhältnisses für einen Zeitraum von 3 Jahren fort. § 12 Vertragslaufzeit und Kündigung (1) Der Rahmenvertrag über die Nutzung der Plattform Print-Hub.com wird auf unbestimmte Zeit geschlossen. (2) Der Vertrag kann von jeder Partei mit einer Frist von 3 Monaten zum Ende eines Kalendermonats ordentlich gekündigt werden. (3) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor, wenn: a) die andere Partei trotz schriftlicher Abmahnung wiederholt oder schwerwiegend gegen wesentliche Vertragspflichten verstößt; b) über das Vermögen der anderen Partei ein Insolvenzverfahren eröffnet, die Eröffnung mangels Masse abgelehnt oder ein Antrag auf Eröffnung gestellt wird; c) der Kunde mit der Zahlung fälliger Forderungen trotz Mahnung und angemessener Nachfristsetzung in Verzug ist; d) der Kunde wiederholt gegen § 4 (Pflichten des Kunden) verstößt, insbesondere bei Übermittlung rechtswidriger Inhalte. (4) Im Falle der Kündigung sind bereits erteilte und angenommene Aufträge noch vollständig abzuwickeln und zu vergüten. Der Auftragnehmer wird nach Beendigung des Vertragsverhältnisses auf Wunsch des Kunden dessen Daten innerhalb von 30 Tagen löschen, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen. (5) Die Kündigung bedarf der Textform (E-Mail genügt). § 13 Höhere Gewalt (1) Keine Partei haftet für die Nichterfüllung oder verspätete Erfüllung ihrer vertraglichen Pflichten, soweit dies auf höhere Gewalt zurückzuführen ist. Höhere Gewalt umfasst insbesondere Naturkatastrophen, Epidemien und Pandemien, Krieg, Terrorismus, Aufruhr, Streik, Aussperrung, behördliche Maßnahmen, Energieversorgungsstörungen, schwerwiegende IT-Ausfälle bei Drittanbietern und Unterbrechungen der Lieferkette, die außerhalb des zumutbaren Einflussbereichs der betroffenen Partei liegen. (2) Die betroffene Partei hat die andere Partei unverzüglich über den Eintritt und die voraussichtliche Dauer des Hindernisses zu informieren und alle zumutbaren Anstrengungen zu unternehmen, die Auswirkungen des Hindernisses zu minimieren. (3) Dauert der Zustand höherer Gewalt länger als 3 Monate an, ist jede Partei berechtigt, den Vertrag außerordentlich zu kündigen. § 14 Nutzungsbeschränkungen und API Fair Use (1) Der Auftragnehmer ist berechtigt, API-Zugriffslimits (Rate Limits) festzulegen und anzupassen. Die jeweils geltenden Limits ergeben sich aus der technischen Dokumentation. (2) Der Kunde verpflichtet sich, die API nicht missbräuchlich zu nutzen, insbesondere keine automatisierten Massenanfragen zu senden, die über den normalen Geschäftsbetrieb hinausgehen, und keine Sicherheitsmaßnahmen zu umgehen. (3) Bei Verstoß gegen die Nutzungsbeschränkungen ist der Auftragnehmer berechtigt, den API-Zugang vorübergehend zu sperren oder dauerhaft zu beschränken. Der Auftragnehmer wird den Kunden vor einer dauerhaften Beschränkung nach Möglichkeit vorab informieren. § 15 Änderung der AGB (1) Der Auftragnehmer ist berechtigt, diese AGB mit Wirkung für die Zukunft zu ändern, soweit dies unter Berücksichtigung der Interessen des Auftragnehmers für den Kunden zumutbar ist. Der Auftragnehmer wird den Kunden über Änderungen mindestens 30 Tage vor Inkrafttreten in Textform informieren. (2) Widerspricht der Kunde den geänderten AGB nicht innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Änderungsmitteilung, gelten die geänderten AGB als angenommen. Der Auftragnehmer wird den Kunden in der Änderungsmitteilung auf die Bedeutung der Frist und die Folgen des Schweigens besonders hinweisen. (3) Widerspricht der Kunde fristgerecht, besteht das Vertragsverhältnis zu den bisherigen Bedingungen fort. Der Auftragnehmer ist in diesem Fall berechtigt, den Vertrag mit einer Frist von einem Monat zum Monatsende ordentlich zu kündigen. § 16 Schlussbestimmungen (1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG). (2) Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus und im Zusammenhang mit dem Vertragsverhältnis ist, soweit gesetzlich zulässig, der Sitz des Auftragnehmers. (3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, so wird hierdurch die Gültigkeit der übrigen Bestimmungen nicht berührt. Anstelle der unwirksamen oder undurchführbaren Bestimmung gilt diejenige wirksame und durchführbare Bestimmung als vereinbart, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen bzw. undurchführbaren Bestimmung am nächsten kommt. Die vorstehenden Regelungen gelten entsprechend für den Fall, dass sich die AGB als lückenhaft erweisen. (4) Der Auftragnehmer ist berechtigt, Rechte und Pflichten aus diesem Vertragsverhältnis ganz oder teilweise auf Dritte zu übertragen. Der Kunde kann seine Rechte und Pflichten nur mit vorheriger schriftlicher Zustimmung des Auftragnehmers übertragen. (5) Mündliche Nebenabreden bestehen nicht. Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrages bedürfen der Textform. Dies gilt auch für die Abbedingung dieses Textformerfordernisses.